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Rede Tierhandel Foto: WK35/Ei-Lü

17. Februar 2021: Tierhandel im Internet braucht klare Regeln – Anonymität der Händler stoppen

Auch der Handel mit Tieren hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend ins Internet verlagert. Doch hier fehlen bislang ausreichende gesetzliche Regelungen, um den Schutz der Tiere ausreichend zu gewährleisten. „Mit unserem Entschließungsantrag haben wir die Grundlage für ein zielgerichtetes Vorgehen gegen den kriminellen Handel mit Hunden und Katzen im Internet geschaffen. Wir brauchen gegen diese mafiösen Strukturen eine bundeseinheitliche und möglichst auch europäische Zusammenarbeit. Niedersachsen und die Bundesrepublik Deutschland sollten hier eine Vorreiterrolle einnehmen!“, erklärt Kerstin Liebelt, Sprecherin für Tierschutz. „Seit Beginn der Corona-Krise wünschen sich immer mehr Menschen einen tierischen Mitbewohner. Bei einem großen Online-Haustierregister wurden im vergangenen Jahr 25 Prozent mehr Tiere registriert als in den Vorjahren. Viele dieser Tiere werden von illegalen Welpenhändlern erworben. Die Bilder von vielen illegal gehandelten Tieren sind zum Teil kaum auszuhalten, das Leid der Tiere ist unvorstellbar!“, führt die SPD-Politikerin weiter aus.

Die Regierungsfraktionen im Niedersächsischen Landtag wollen mit ihrem Entschließungsantrag die Betreiberinnen und Betreiber von Online-Plattformen gesetzlich dazu verpflichten, eine Identitätsprüfung aller Anbieterinnen und Anbieter für Tierhandel einzuführen. Außerdem soll eine Änderung des Tierschutzgesetzes eine Gesetzesgrundlage für Online-Plattformen erwirken. „Zusätzlich wollen wir dafür sorgen, dass sich die Bundesregierung bei der EU-Kommission für eine EU-weite Registrierungs- und Chip-Pflicht für alle Hunde und Katzen vor dem Erstverkauf im Internet einsetzt. Tierinserate auf Social Media lehnen wir gänzlich ab, diese müssen dringend verboten werden!“

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